Sakrales und Säkulares friedlich vereint

Gelegentlich werde ich mit älteren Texten über Glaubensthemen aus meiner eigenen Feder konfrontiert, bei deren Lektüre mir etwas mulmig wird. Bei denen ich hoffe, dass sie möglichst niemand mehr lesen wird. Und dann ertappe ich mich dabei, dass ich meine Artikel in »gute« und »schlechte« sortiere, anstatt sie als Zeugnisse bestimmter Lebens- und Entwicklungsstufen zu betrachten, die nicht nur schlecht, sondern auch gut sind. Gleichzeitig.

Es ist dieses Schwarz-Weiß-Denken eine hartnäckige, schier unverwüstliche Angelegenheit. Ich habe eine erhebliche Anzahl von Jahren meines Lebens so gedacht, so gehandelt, als gäbe es keine Grautöne, von Farbnuancen ganz zu schweigen. Das konnte sich erst ändern, als mein aus diesem Denken geborenes Handeln nicht die Ergebnisse brachte, die es hätte bringen müssen; und zwar so gravierend, dass ein Wegschauen, ein Wegerklären oder Ignorieren nicht mehr möglich war – oder nur sehr mühsam gelungen wäre.

Es lebt sich unbeschwert in der Schwarz-Weiß-Welt, denn da gibt es klare Regeln, verlässliche Gesetzmäßigkeiten und man muss sich nicht sonderlich anstrengen, das Leben zu verstehen. Es fällt ganz leicht zu unterteilen, was gut und was böse ist. Man braucht sich dazu nicht einmal ein eigenes Urteil bilden, muss keine selbständige Meinung entwickeln, denn das haben ja längst andere getan – und wenn es eine neue Situation gibt, für die noch keine Rezepte existieren, dann sind wiederum die anderen verantwortlich, zu entscheiden was nun schwarz und was weiß ist. Dafür sind sie da, dafür werden sie bezahlt, dafür haben sie Ämter und Würden.

Es kam durchaus vor, dass sich solche Einteilungen änderten. Doch in meiner Schwarz-Weiß-Welt stellte auch das kein wirkliches Problem dar. Im Bedarfsfall bastelte man eine neue Schublade. Ein simples Beispiel mag das illustrieren.

In meinen frühen Teenagerjahren galt Pop- und Rockmusik als schwarz: Sünde! Der Teufel hatte sich ein neues Werkzeug einfallen lassen, um die Menschen in seine Verstrickungen zu locken, und dieses Werkzeug waren Musiker mit langen Haaren, deren Inspiration für die Schallplatten und Konzerte direkt aus dem Höllenschlund kam. Weiß waren Chorusse in der Gemeinde, zum Harmonium gesungen, weiß waren auch Choräle und Hymnen. Bei der klassischen Musik gab es sündiges Schwarz (Wagner zum Beispiel wegen seiner germanischen Götzenkulte, Mozart wegen seiner Freimaurerei …) und himmlisch reines Weiß (Bach wegen seiner Anbetungsmusik, Händel wegen des großen Hallelujah …).

Alles wurde natürlich biblisch begründet. »Es steht geschrieben« – wenn ein Satz so begann und ein paar Worte aus der Bibel folgten, gab es keinen Widerspruch, denn das hätte ja bedeutet, dass man dem Allmächtigen widerspricht.

Alles wurde selbstverständlich mit den entsprechenden Beweisen untermauert. Die Rolling Stones spielten in Altamont und die Ordner schlugen einen Zuschauer tot: Der Teufel war am Werk gewesen, zweifellos weil die Band Sympathy for the Devil hatte. Die Beatles lösten Hysterien unter pubertierenden Mädchen aus, die verzerrten Gesichter der kreischenden Teenager bewiesen deutlich, dass Dämonen in diesen armen Geschöpfen wüteten. Als dann John Lennon auch noch (richtigerweise) in einem Interview angesichts der Einschaltquoten eines Beatles-Konzertes im Vergleich zu einer Evangelisation auf einem anderen Kanal anmerkte, die Beatles wären populärer als Jesus, war endgültig klar, wes Geistes Kind solche Musiker im Allgemeinen und der Beatle im Besonderen sind.

Dann kam Cliff Richard. Sauber. Freundlich. Christ. Und dennoch Popmusiker. Larry Norman tauchte auf. Sang von Jesus und spielte langhaarig E-Gitarre dazu. Die Jugendlichen in den Gemeinden fingen an, Schlaginstrumente und Gitarren zu benutzen.

Was nun? Das war ganz einfach. Fortan gab es neue Schachteln zum Sortieren: Weiß für fromme Pop- und Rockmusik und Schwarz für alles andere. Natürlich wieder biblisch begründet, hatte doch Paulus den Römern ein Römer und den Griechen ein Grieche sein wollen, um Christus zu verkünden – die Popwelt wurde umgehend in gut und böse eingeteilt wie zuvor die Klassik. Ohne Grautöne natürlich. Entweder – oder.

Musiker konnten durchaus von der schwarzen Schachtel in die weiße wechseln. Barry McGuire wurde Christ und sang fortan nur noch fromme Texte. Weißgewaschen. Bob Dylan wurde Christ und machte drei Alben mit frommen Texten. Weißgewaschen. Dann kam »Infidels« auf den Markt, und man war überzeugt: Er hat sich vom Glauben abgewandt. Aus war es, Bob Dylan gehörte wieder in die schwarze Schublade.

In dieser Schwarz-Weiß-Welt wuchs ich auf. Das Einsortieren in die entsprechenden Schubladen gab es übrigens in den modernen, liberalen, aufgeklärten Kreisen mit umgekehrten Vorzeichen genauso und genauso unerbittlich. Es war nicht statthaft, Sozialdemokrat und mit Teilen des CDU-Programms einverstanden zu sein. Man konnte entweder gegen den Kriegsdienst sein oder ein reaktionäres Arschloch. Entweder man war für die sexuelle Befreiung und Revolution oder ein erzkonservativer Moralist. Entweder klebte man sich »Atomkraft – nein danke!« auf das Fahrrad oder man war einer von den Bösen, die unsere Welt zerstören …

Es war gemütlich, es war bequem in der jeweiligen Nische. Die anderen hatten Unrecht und ich war bei denen gut aufgehoben, die über die Wahrheit Bescheid wussten. Für alle Lebenslagen gab es die passenden Rezepte und Gebrauchsanweisungen, vor allem bezüglich des christlichen Glaubens.

Entsprechend schrieb ich meine Artikel und Texte über Glaubensfragen und -themen. Ich kannte ja die biblische Wahrheit, einschließlich der Rezepte, die daraus abzuleiten waren.

  • Du bist krank? Dann musst du 1. deine Sünde bekennen, 2. glauben statt zweifeln und 3. dran bleiben, wenn die Heilung nicht sofort kommt. Krankheit ist etwas für Ungläubige, Gott will nämlich seine Kinder gesund machen.
  • Du bist immer noch nicht gesund? Dann ist da 1. verborgene Sünde in deinem Leben, 2. prüft der Herr deine Ausdauer und 3. hast du bestimmt noch nicht genug Glauben. Also reiß dich endlich zusammen, glaube an deine Heilung und werde gefälligst gesund, weil das ja laut Bibel die einzige Möglichkeit ist.
  • Du hast kein Geld? Dann musst du 1. deinen Zehnten treu in die Gemeinde geben und 2. darüber hinaus Opfer bringen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb, und wen er lieb hat, den macht er reich.
  • Du bist immer noch arm? Dann musst du 1. treu bleiben was deine reichlichen Gaben in die Gemeinde betrifft, 2. ausharren und vertrauen und 3. auf keinen Fall nach menschlichen Hilfen Ausschau halten, denn das würde der Herr dir als Unglaube auslegen und futsch ist der schöne Segen.
  • Du bist bedrückt, traurig, womöglich gar depressiv? Dann musst du 1. den Heiligen Geist einladen, 2. die Geistestaufe erleben und 3. in neuen Zungen reden, denn dann betet ja Gott selbst durch deinen Mund und alle Finsternis weicht aus deinem Leben.
  • Du bist immer noch bedrückt, traurig, womöglich gar depressiv? Dann musst du 1. die in diesem Fall bestimmt vorhandenen Dämonen austreiben lassen, 2. fortan die hartnäckige Sünde ablegen, der du zweifellos noch anhängst und 3. dem Satan gebieten, denn sonst kommen die bösen Geister umgehend zurück.

Hellhörig, oder besser gesagt aufmerksam, wurde ich nach und nach durch Begegnungen und Erlebnisse, die nicht zu meinem wunderbar schlüssigen und rundum »schriftgemäßen« Glaubensgebäude passten.

Ich lernte Christen kennen, an deren beeindruckend festem und tiefem Glaube ich keinen Zweifel haben konnte – und die sprachen weder in Zungen, noch konnten sie – unglaublich! – ein Bekehrungsdatum nennen. Sie waren einfach so, über Jahre hin, gläubig geworden, ohne einen bestimmten Zeitpunkt nennen zu können, an dem sie »Jesus ihr Leben gegeben« hatten. Trotzdem glaubten sie an ihn, taten seine Werke, erlebten seinen Segen. Unerhört!

Wir beteten über mehrere Jahre zusammen mit einem befreundeten Ehepaar für die Mutter des Ehemannes, die an Krebs erkrankt war. Unser Glaube war, soweit wir es mit aller Aufrichtigkeit beurteilen konnten, makellos. Wir rechneten fest damit, dass sie geheilt würde. Mal ging es ihr besser, mal schlechter, aber wir blieben dran, vertrauten und ließen uns nicht beirren. Irgendwann kam ein Evangelist in die Stadt, der die Gabe der Krankenheilung praktizierte, die Mutter ging zu der Veranstaltung, der Mann Gottes legte ihr die Hände auf und sie berichtete uns später, dass sie Wärme in ihrem erkrankten Körper und Frieden in ihrer Seele empfunden hatte und nun gewiss vom Krebs befreit sei. Wenige Wochen später war sie tot. Alle, einschließlich der Kranken, hatten alles richtig gemacht.

Es gab viele weitere Begegnungen und Ereignisse, kleine und gravierende, die mir nach und nach klar machten, dass mein Glaubens- und Wertekatalog nicht mit den Realitäten übereinstimmte. Bis zu dem Punkt, als der grausame Tod eines geliebten Menschen mich an der Existenz Gottes zweifeln ließ.

Nun hätte ich – wie so viele Mitchristen – das, was nicht sein konnte, irgendwie ignorieren oder zumindest wegerklären können. Man findet ja, wenn man will, doch immer eine Begründung, warum etwas letztendlich nicht so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat und warum man dennoch recht hat mit seiner Lehre oder Überzeugung. Darum geht es ja im Grunde: »Ich habe recht. Der andere irrt sich. Es gibt nur schwarz oder weiß.«

Ich entdeckte immer mehr Grautöne, sogar Farben schimmerten auf, je mehr ich es wagte, selbst zu denken, anstatt vorgegebene Schablonen zu übernehmen. Ich las die Bibel anders als bisher, nicht mehr als Rezept- und Gesetzbuch für das Leben, sondern als großes Zeugnis dessen, was Menschen über Jahrhunderte mit Gott erlebt hatten, was sie über ihn wussten oder zu wissen glaubten.

Keiner der biblischen Autoren hat sich hingesetzt und beschlossen: »Jetzt schreibe ich meinen Teil der Bibel, die dann irgendwann zur Gebrauchsanweisung für ein gottgefälliges Leben wird, wenn Herr Gutenberg so freundlich ist, die Druckmaschine zu erfinden.« Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gott irgendwann eines Nachmittags beschlossen hat, fortan nicht mehr mit den Menschen zu kommunizieren, da sie ja nun ein Buch zur Verfügung hatten, das sie selbst – nicht etwa er –schließlich als »Wort Gottes« bezeichneten.

Ich schaute genauer hin, was denn so alles in diesem Buch zu finden ist, ohne die Lektüre von vorne herein durch meine Tradition und Erziehung zu filtern.

David, der vielgepriesene Autor der Psalmen, hat unbekümmert in eines seiner Jubellieder mit Blick auf die Heiden hineingeschrieben: »Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!« In der Geschichte des Christentums gab es solche Metzeleien, mittlerweile dürften sie hoffentlich nicht mehr vorkommen.

Paulus, der angesehene Gemeindegründer, ordnete an, »dass die Frauen in schicklicher Kleidung sich schmücken mit Anstand und Zucht, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarem Gewand.« Solche Anweisungen nimmt meines Wissens niemand mehr erst, ob nun evangelikal, charismatisch, liberal oder konservativ. Oder steht vor dem Eingang deiner Gemeinde oder Kirche jemand, der die ankommenden Frauen auf Ohrstecker- und Ringe, Halsketten und Fingerschmuck kontrolliert?

»Wenn eine Frau ihren Blutfluss hat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend. … Wird sie aber rein von ihrem Blutfluss, so soll sie sieben Tage zählen und danach soll sie rein sein. Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben nehmen und zum Priester bringen vor die Tür der Stiftshütte. Und der Priester soll die eine zum Sündopfer bereiten und die andere zum Brandopfer und die Frau entsühnen vor dem HERRN wegen ihres Blutflusses, der sie unrein macht.« Hat eigentlich in letzter Zeit ein Pastor oder Pfarrer Besuch von einer Frau aus seiner Gemeinde bekommen, die ihm zwei Turteltauben mitbrachte, damit er eine mit und eine ohne Feuer opfert? Nein? Das ist aber bedenklich. Denn immerhin steht vor diesen Anweisungen: »Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach …« – es handelt sich also um authentisches Wort Gottes.

Natürlich hat nun jeder fromme Leser sofort das passende Argument im Kopf: Das ist Altes Testament. Für uns gilt das Neue Testament. Und das ist auch vollkommen richtig, denn Jesus selbst hat den Evangelien zufolge gegen dieses Gebot verstoßen, als eine Frau, die seit 12 Jahren unrein war, sein Gewandt berührte.

Wir filtern alle die biblischen Texte. Das eine (auch aus dem Alten Testament) gilt heute noch, das andere nicht mehr. Warum das so ist, begründen wir wieder mit Zitaten aus der Bibel und so wird der Zank zwischen den Konfessionen und die zunehmende Entfernung der Gläubigen von ihren Mitmenschen nicht aufhören.

Es ist keine neue Erfindung unserer Zeit, dass wir die Bibel, dass wir Gott durch die Brille unserer Kultur und Gesellschaft betrachten. Es ist geschichtlich gesehen gar nicht so lange her, dass die Monarchie als gottgewollte, einzig richtige Staatsform galt. Sklaverei wurde genauso biblisch fundiert begründet wie das Abschlachten von Menschen in den sogenannten Kreuzzügen. Erfindungen und gesellschaftliche Entwicklungen wurden verteufelt, wissenschaftlicher Fortschritt als großes satanisches Täuschungsmanöver gebrandmarkt und Wissenschaftler verfolgt und getötet, weil sie zu Erkenntnissen kamen, die »nicht bibeltreu« waren …

Ich kam mehr und mehr, je länger ich die Bibel ohne meine kulturell-gesellschaftliche Brille zu lesen versuchte (wieweit mir das jeweils gelingt, sei dahingestellt), zu dem Schluss, dass die Texte viel mehr auszusagen vermögen, weitaus vielschichtiger sind als es bei einem platten Regelwerk, einer Gebrauchsanweisung, einem Lexikon der Fall wäre. Da haben Menschen niedergeschrieben, was sie bewegte, was sie bedrückte, was sie froh machte, was sie hofften, was sie glaubten. Ihre Überzeugungen und ihre Zweifel, ihre Enttäuschungen und ihre Irrtümer. Sehr persönlich, immer gefärbt durch ihre Lebenssituation, ihre Prägung, ihre Gesellschaft, ihre Kultur. Das macht die Lektüre spannend und abwechslungsreich. Das regt zum Weiterdenken an.

Wie ging es den vielen Kranken am Teich Bethesda, als Jesus sich einen Mann heraussuchte und ihn heilte, während alle anderen mit ihren Gebrechen zurückblieben? Fand Abraham Gefallen daran, dass seine Frau ihn zum Sex mit der Dienerin nötigte, oder musste sie ihn überreden? Wieso kamen die elf Jünger nach dem Tod ihres Freundes Judas auf die Idee, ein Apostelamt zu verlosen? Hat Johannes auf der Insel Patmos versucht, mit den ihm damals zur Verfügung stehenden Begriffen Internet, Fernsehen und modernes Kriegsgerät zu beschreiben? Würde Gott tatsächlich eine Wette mit Satan abschließen, um die Glaubensfestigkeit eines Menschen auf die Probe zu stellen? Warum hielt es Jesus für wichtiger, Menschen Gutes zu tun als religiöse Gesetze einzuhalten?

Es macht Spaß und Verdruss, eine andere Perspektive als die gewohnte zu finden. Auf einmal wird denk- und erfahrbar, dass es nicht nur schwarz und weiß, sondern auch etwas dazwischen gibt. Der Abschied von den Patentrezepten fällt mir insofern leicht, als sich ihre Untauglichkeit in meinem Leben bereits bewiesen hat. Aber das Fehlen der früher gepflegten leichten Lösungen für alle Fragen ist natürlich auch eine Herausforderung, ist unbequem, ist frustrierend und ernüchternd.

Damit wir uns an dieser Stelle richtig verstehen: Ich habe am eigenen Körper göttliche Heilung erlebt. Ich weiß, dass Gottes Kraft heilen kann. Ich glaube auch, dass Gesundheit von Gott gewollt ist. Was ich nicht zu beantworten vermag ist die Frage, warum das erbetene und geglaubte und versprochene Heilungswunder ausbleibt, obwohl alle Beteiligten alles »richtig machen«. Die einzige Antwort (die nicht wirklich befriedigt): Wir machen Gott zu leicht zum Subjekt. Wir wollen (durch richtiges Verhalten, durch Abhaken einer To-Do-Liste) bestimmen, wann er wie zu handeln hat. Und das geht eben nicht. Diese unbefriedigende Antwort löst natürlich eine Lawine neuer Fragen aus, nach dem Sinn von Verheißungen, Gebeten, Glaubenstreue …

Ich habe echtes prophetisches Reden erlebt, ich weiß, dass der Heilige Geist es möglich machen kann, Sachverhalte auszusprechen, auch zukünftige, von denen der Mensch keine Kenntnis haben kann. Allerdings habe ich auch schon allerlei Unfug vernommen, der angeblich ein Reden Gottes sein sollte. Die Bandbreite des Unfugs reicht von persönlichen Worten bis zu globalen Voraussagen. Ich werde jedoch nicht ausschließen, dass Gott durch einen Menschen redet, bloß weil es so viel (vermutlich in der Regel gut gemeinte) Prophetie gibt, die keine ist.

Inzwischen hat die postmoderne Gesellschaft die Welt abgelöst, in der ich groß geworden bin. Manches befindet sich noch um Übergang, aber aus meiner Sicht als Berliner in Berlin nicht mehr allzu viel. In ländlichen Gegenden mag es noch anders sein, aber hier verspürt kaum noch jemand die Notwendigkeit, alles und jeden in Kategorien wie »gut oder böse«, »schwarz oder weiß« sortieren zu müssen. Abgesehen – pardon, aber so empfinde ich es ganz subjektiv – von vielen frommen Leuten.

Was wäre, wenn Christen die Befindlichkeiten der vergangenen Epoche hinter sich lassen und Teil ihrer Gesellschaft werden, anstatt sich in den gemütlichen Nischen zu verkriechen und über die böse Welt und die schlechte Zeit zu schimpfen? Wenn sie für ihre Mitmenschen zum Segen würden – nicht geistlich hochfliegend, sondern ganz praktisch und handfest und erfahrbar?

Was wäre, wenn …

Eins wäre auf jeden Fall sicher: Harsche Kritik aus der Schwarz-Weiß-Fraktion. Die gibt es bereits, seit immer mehr Christen anfangen, das Herkömmliche in Frage zu stellen. Da fühlen sich manche Hüter der Traditionen wohl bedroht. Zwar »sei es gelungen, die Fragen, Bedürfnisse und Nöte postmoderner Menschen zu erfassen und veraltete christliche Ausdrucksformen in Frage zu stellen«, schrieb bereits 2009 der Leiter einer ehemals großen Gemeinde in Berlin, jedoch werde die Theologie »zu nicht geringen Teilen ausgehöhlt« und weise einen »immer rasanter werdenden Bergrutsch der christlichen Ethik« auf. »Gottesdienste werden verändert oder abgeschafft, Ordnungen außer Kraft gesetzt, Verbindlichkeit, Pünktlichkeit, Hingabe an gemeinsame Ziele und Strukturen unterliegen den Forderungen der jeweiligen örtlichen Spielform der neuen Frömmigkeit.« Der Aufsatz kommt zu dem Schluss, dass der »Geist des Humanismus« (der natürlich in die schwarze Schachtel gehört) solche Christen wie mich infiziert haben muss.

Die Versuchung, die eben zitierten Sätze in die Schublade »Schwarz« zu legen, ist groß, denn umso weißer würde ja das eigene Licht strahlen. Doch das sei ferne!

Da sieht eben jemand die Dinge mit anderen Augen, kommt zu anderen Schlussfolgerungen und vertritt andere Prinzipien als ich. Es gibt genug Menschen, für die und für deren Glaubensausprägung er der richtige Leiter ist; Menschen, die Gottes Nähe in seinen Gottesdiensten spüren und sich in seiner Gemeinde wohl fühlen. Warum auch nicht? Warum sollte man gegen eine Form der Frömmigkeit sein, die zwar nicht die eigene, aber für manche Menschen genau die richtige ist?

Jesus hat einmal seine Jünger zurechtgewiesen, als diese sich darüber empörten, dass es Menschen gab, die nicht zu ihrem Kreis gehörten und trotzdem böse Geister austrieben. »Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.«

»Hoffentlich liest das niemand«, denke ich angesichts mancher Texte aus meiner Feder. Und ich lasse sie trotzdem stehen – das Internet vergisst sowieso nichts. Sie sind aus einer Lebens- und Glaubenssituation entstanden, die damals authentisch war. Ich bin weiter gegangen auf meiner Lebensreise, aber das ändert ja nichts daran, dass ich einmal dort in der Vergangenheit war und aus der damaligen Sicht geschrieben habe. Vielleicht sind solche Beiträge ja noch immer für Menschen gut, zu deren Situation sie passen.

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Kommentare zu: "Hoffentlich liest das niemand." (41)

  1. Sehr interessanter Beitrag. Ein schwieriges Thema.
    Ich frage mich: Inwiefern ist diese Entwicklung auch nur die Entwicklung mit der Gesellschaft?
    Ich werde weiter drüber nachdenken 🙂

  2. Ich kann mich in deiner Schilderung gut wiederfinden, auch wenn ich eher durch Verhalten oder Worte gesprochen habe statt durch veröffentlichte Texte. Ich finde es wichtig, als Christ eine klare Meinung zu haben und „Werte zu leben“, aber wie? Wenn Worte und das Verhalten im Alltag eine gemeinsame Grundlage haben und zu einander passen, statt sich wechselseitig zu widersprechen, finde ich das schon viel wert. Einerseits wünsche ich mir zunehmend, mich emanzipiert um meine geistige Nahrung zu kümmern, statt darauf zu vertrauen, dass im Gottesdienst und im Hauskreis genug geistlicher Austausch stattfindet, um mich wachsen zu lassen. Andererseits frage ich mich, wie viel von meiner Persönlichkeit auf andere wirklich als Zeugnis wirkt oder einfach nur als „mitfühlend und sympathisch“. Meine Rolle als Christin in dieser Welt finde ich oft sehr unklar – man möchte auf keiner Seite des Pferdes herunter fallen, also weder zu säkulär noch zu religiös wirken. Was dabei heraus kommt? Das kann ich kaum einschätzen.

  3. Kerstin schrieb:

    Ich LIEBE diesen Artikel. Zumindest bis zur Hälfte, für mehr hab ich grad keine Zeit, aber ich les morgen weiter. 🙂 Freu mich schon drauf.
    Liebe Grüße von einer, die auch von Schwarz-Weiß zu Zwischentönen gekommen ist.

    Ich schreib bestimmt morgen noch n längeren Kommentar… mal sehn.

  4. Günter J. Matthia schrieb:

    @Viktor: Sicher geht meine persönliche Entwicklung mit dem gesellschaftlichen Wandel einher, wenngleich einige Dinge durch sehr persönliche Erlebnisse angestoßen wurden. Beides trifft gleichermaßen zu.

    @Marie: Es ist durchaus richtig und wichtig, »Werte zu haben und zu leben«, da bin ich deiner Meinung. Wie gehe ich aber mit Menschen um, die andere Werte haben, die zu anderen Schlüssen kommen als ich? Und ist die verabreichte Nahrung im Hauskreis oder Gottesdienst wirklich eine so gesunde Ernährung, dass man davon leben kann? Viele Fragen … manche bleiben offen.

    @Kerstin: Sogar Schwarz-Weiß-Fotos haben viele Grautöne, es sei denn, ein Schachbrett wurde fotografiert. 🙂

  5. Du bist nicht alleine mit dem Grausen über vergangene Spuren im Internet: http://haso.posterous.com/gunter-und-sascha

  6. Hans-Jürgen schrieb:

    Hallo Günther,

    die Wahrheit ist nun mal schwarz oder weiß, ob uns das gefällt oder nicht. Jesus: Niemand kann zwei Herren dienen, entweder…oder.
    Das Leben? Ist bunt in allen Farben oder grau in allen Schattierungen.
    Aber das Leben ist nicht die Wahrheit, sondern Realität; man sollte beides nicht verwechseln.

    Liebe Grüße

    Hans-Jürgen

    • Die Wahrheit ist so weiß wie Schnee. Einverstanden. Aber welcher Mensch definiert sie ungefärbt und unverzerrt?

  7. Hi Gunther,

    I enjoyed reading your discourse on matters of faith.

    I’m not sure why you friended me on fb since we have not been in contact these last 40 years, but I’m glad you did.

    Sincerely,

    Karis

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