Sakrales und Säkulares friedlich vereint

Vorbemerkung im Sommer 2014: »Hoffentlich liest das niemand«, denke ich angesichts mancher Texte aus meiner Feder. Und ich lasse sie trotzdem stehen. Sie sind aus einer Lebens- und Glaubenssituation entstanden, die damals authentisch war. Ich bin weiter gegangen auf meiner Lebensreise, aber das ändert ja nichts daran, dass ich einmal dort in der Vergangenheit war und aus der damaligen Sicht geschrieben habe. Vielleicht sind solche Beiträge ja noch immer für Menschen gut, zu deren Situation sie passen. Heute würde ich über dieses Thema anders schreiben. Vielleicht tue ich das sogar eines Tages …
Mehr über die innere Entwicklung, die im Lauf der Zeit auch für felsenfest gehaltene Überzeugungen wandeln kann, in diesem Artikel: Hoffentlich liest das niemand
E
nde der Vorbemerkung.

Verbrannte Erde, verkohlte Leichen

Es ist so gemütlich, so kuschelig, so angenehm. Die Musiker baden die Versammelten in Wohlklängen, die Texte erscheinen auf der Leinwand und hingegeben singt die Versammlung: „Mein ganzes Leben geb ich dir, geb ich dir.“
Einige heben die Hände und schließen die Augen. Die Sonne scheint durch die Fenster. Wo wollte man an diesem Sonntagmorgen lieber sein als im gemäßigt charismatischen Gottesdienst.

Die Zellen stinken, der Boden, die einzige Sitzgelegenheit, ist eisig kalt. Die Haut am Rücken blutet, die Striemen von den Schlägen am Nachmittag reißen immer wieder auf, jede Bewegung schmerzt mehr als die vorangegangene. Die beiden Männer können sich nicht auf die Seite legen, eine einigermaßen erträgliche Lage suchen, da die Füße im Block festgehalten werden. Stöhnen aus der Nachbarzelle dringt herüber, der Mann dort scheint im Sterben zu liegen, doch keiner kümmert sich. Niemand ist freiwillig hier, keiner hat eine Wahl.

Nach Anbetung, Opfersammlung und Ansagen nimmt der Gottesdienst seinen gewohnten Lauf. Eine salbungsvolle Predigt erbaut die Gemeinde innerlich. Die Rede ist von Gottes Liebe und Fürsorge, von Wohlbefinden und glücklichem Leben. Der Pastor redet und redet, fast 60 Minuten. Die meisten Zuhörer dämmern ein wenig vor sich hin, als endlich das Amen kommt. Man steht auf, um erneut anzubeten, die 10 Minuten wird man noch aufbringen, denn wer eine Berührung vom Herrn wünscht, möge jetzt nach vorne kommen. Die Gemeinde singt: „Komm mit Vollmacht…“

Zwei Stimmen im Kerker um Mitternacht. Gebete und Lobgesang. Inmitten der aufmerksamen Mitgefangenen singen die beiden Männer ihrem Gott ein Liebeslied. Keine Band begleitet sie, keine Liedtexte erscheinen auf einer Leinwand. Eigentlich fehlt ein Grund zum Loben und Danken, denn man hat sie dafür blutig geschlagen und eingesperrt, dass sie eine Frau von einem Dämon befreit haben, gemäß dem Auftrag ihres Herrn. Was der nächste Tag bringen wird, ist ungewiss. Eigentlich wäre dies die Gelegenheit, Gottes Eingreifen herbei zu flehen, die Befreiung aus dem Kerker zu erbitten, womöglich dem Feind zu befehlen: Er ist besiegt und hat sich zu entfernen. Aber die beiden Gefangenen loben Gott mit Liedern.

Die letzten Töne sind verklungen, die Gemeinde bewegt sich zum Ausgang. „War das nicht wieder ein schöner Gottesdienst?“ „Ja, die Gegenwart des Herrn war so spürbar.“ „Und die Predigten sind immer so tief!“
Eine Stunde später, beim Mittagessen, fragt jemand, der nicht dabei war: „Worüber hat er denn heute gepredigt?“ „Äh, hm, ja… die Liebe, glaube ich.“ „Aha.“ „Du solltest dir die CD kaufen und die Predigt anhören. Sie war sehr gesalbt.“
Die neue Woche beginnt, und alles ist, wie es immer war. Am nächsten Sonntag gehen wir wieder zum Gottesdienst, denn der Herr ist ja dort dem Vernehmen nach gegenwärtig.

Die letzten Töne sind verklungen, die Erde bebt, die Türen springen auf, die Fesseln lösen sich. Der Gefängnisaufseher und seine Familie werden Kinder Gottes. Die Mitgefangenen fliehen nicht, sondern hören zu, warum Jesus der von Gott gesandte Retter ist. Die beiden Männer folgen dem Kerkermeister, in sein Haus, wo er ihre Wunden versorgt und ein nächtliches Festmahl auftischt. Seine Familie und seine Bediensteten jubeln, nachdem sie sich auf der Stelle haben taufen lassen.
Ein neuer Tag beginnt, und nichts ist, wie es war. Gott ist mit Vollmacht gekommen.

Wenn Gott mit Vollmacht kommt, dann bleibt das nicht wirkungslos. Er kam in den Kerker der Stadt Philippi, in dem Silas und Paulus eingesperrt waren. (Apostelgeschichte 16, 23-40) Ob er auch in jenen fiktiven Gottesdienst am Sonntag morgen gekommen ist – nun ja, es sei dahingestellt. Immerhin hat Jesus gesagt, dass er dort gegenwärtig ist, wo sich zwei oder drei in seinem Namen treffen. Ob allerdings seine Vollmacht ausgeübt wurde…
Mag ja sein, dass Menschen verändert wurden, dass Heilung geschah, dass das Reich Gottes vergrößert wurde. Der Anbetungsleiter sagte, Gott sei gegenwärtig und die Frau zwei Reihen weiter vorne hat gezittert.

Kein Zweifel: Gott freut sich an Anbetung und Lobpreis. Jesus ist es mehr als wert, dass wir ihn verherrlichen. Keiner ist wie unser Vater im Himmel, er verdient jeden Atemzug des Lobpreises. Johannes erlebte in seiner Vision, wie Jesus gepriesen wird:

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis. Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! (Offenbarung 5, 12-13)

Jesus selbst hat den Vater verherrlicht:

In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir. (Lukas 10, 21)

Es ist völlig richtig, wenn wir im Gottesdienst zusammen oder alleine im Kämmerchen anbeten, loben, preisen.
Auch die Gebete der Fürbitte und das Vorbringen unserer Anliegen sind legitim, die Bibel fordert uns auf, das zu tun.

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden, (Philipper 4, 6)

schrieb Paulus an die Philipper. Den Kolossern sagte er:

Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung; und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne, das Geheimnis des Christus zu reden, dessentwegen ich auch gebunden bin, damit ich es kundmache, wie ich reden soll! (Kolosser 4, 2-4)
Gegen eine Predigt, selbst wenn sie eine Stunde oder mehr dauert, ist ebenfalls nichts einzuwenden. Paulus konnte lange predigen:

Eutychus saß im Fenster und wurde von tiefem Schlaf überwältigt, während Paulus noch weiterredete; und vom Schlaf überwältigt, fiel er vom dritten Stock hinunter und wurde tot aufgehoben. (Apostelgeschichte 20, 9)

Allerdings finden wir in der Bibel vorwiegend Predigten, die das Evangelium, die Erlösung durch Jesus Christus, zum Inhalt hatten und mit deutlichen Zeichen einhergingen, und

meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, (1. Korinther 2, 4)

stellte Paulus beispielsweise fest. Wenn die Erweisungen des Geistes und der Kraft fehlen, gehen die Menschen wohl meist unverändert nach Hause.

Wir dürfen und sollen uns zu Anbetung und Predigt, zum Brechen des Brotes und zum Austausch versammeln. Aber ist es legitim, davon zu sprechen, dass Gott mit Vollmacht in solchen Versammlungen gegenwärtig ist, wenn wir die Auswirkungen der Vollmacht nicht nachweisen können? Dass wir die Welt aussperren und uns unter Gleichgesinnten eine kuschelige Wohlfühlzone einrichten, die wir dann Gemeinde oder Kirche nennen? Wo sind wir noch Salz und Licht, außer für uns selbst? Ist der Schaukasten mit den Gottesdienstzeiten und dem frommen Poster vor unserem Gemeindesaal unsere Umsetzung des Missionsbefehles? Reicht die Homepage im Internet als Antwort auf „geht hin in alle Welt“? Sie ist ja in aller Welt abrufbar, zweifellos. Ist der monatliche evangelistische Abend, zu dem kaum einmal Fremde kommen, das, was Jesus gemeint hat? Brauchen wir womöglich eine neue Bewegung, eine neue Erweckung, ein neues Ausgießen des Heiligen Geistes?

Es sind etliche Bewegungen gekommen und vergangen. Wellen des Geistes, sagen die einen, Erweckungen nennen es die anderen. Manche zeichneten sich durch Gebet und Missionstätigkeit aus, wie die Herrnhuter Brüdergemeinde, manche durch eine Rückkehr zum biblischen Gemeindebild, wie die Täuferbewegung. Martin Luther wollte keine neue Kirche gründen, sondern seine Kirche aufrütteln. Von den jeweils etablierten Kirchen wurden diese Aufbrüche verfolgt, verleumdet und vernichtet, wo irgend möglich. Die Verfolgung geschah in der Regel nicht durch den Staat, sondern Initiatoren waren die Religiösen, die sich dann ungeniert auch der Staatsmacht bedienten, um solche Aufbrüche zu zerschlagen. In jüngerer Vergangenheit geschah das nicht mehr so blutig und brutal, schließlich sind wir ein zivilisiertes Volk.

Es ist auch gar nicht mehr notwendig, denn geistliche Aufbrüche erledigen sich von selbst, indem sie zum frommen Club werden. Oder sie zerreiben sich durch Streitigkeiten unter den Gläubigen. Verfolgung wird überflüssig, weil wir selbst dafür sorgen, dass das Feuer Gottes erstickt wird. Wir haben überhaupt nicht verstanden, wozu das Feuer Gottes da ist.

Wozu dienen die Gaben des Heiligen Geistes, warum gießt Gott seinen Geist aus? Damit wir darüber streiten können, ob jemand ohne Zungenrede ein „richtiger“ Christ sein kann. Damit wir im Internet darüber diskutieren, warum die Krankenheilung hier funktioniert und dort nicht, oder ob sie überhaupt stattfindet. Damit wir prophetische Worte „prüfen“, bis kein gutes Haar am Propheten verblieben ist, der unseren Ohren nicht schmeicheln wollte.
Nicht etwa, damit wir das Evangelium von Jesus Christus einer Welt verkünden, die verloren geht und das gepredigte Wort dabei durch Zeichen und Wunder bekräftigen. Nicht etwa, damit wir Dämonen austreiben und dafür womöglich im Gefängnis landen. Nicht etwa, damit wir die Wahrheit reden und Menschen zur Buße und Umkehr bewegen. Es wäre ja gegen jede political correctness (und seit der Verabschiedung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im Sommer 2006 auch in Deutschland illegal), jemandes Gefühle zu verletzen und ihn zu diskriminieren, weil er homosexuell oder Satanist ist. Welche Kirche, welche Gemeinde möchte schon riskieren, in der Öffentlichkeit an den Pranger gestellt zu werden und die heilige Gemeinnützigkeit zu verlieren, die für angenehme Stimmung bei den Spendern sorgt?

Ich weiß, dass dieses Kapitel für manche Leser nicht ausgewogen klingt. Es kann nicht ausgewogen sein, denn die Waage ist nicht mehr im Gleichgewicht. Der Herr der Gemeinde ist geduldig und barmherzig, aber er ist auch derjenige, aus dessen Mund ein Schwert hervorkommt, und er wird nicht einer Braut entgegengehen, die seiner nicht würdig ist.

Tu nun Buße! Wenn aber nicht, so komme ich dir bald und werde Krieg mit ihnen führen mit dem Schwert meines Mundes; (Offenbarung 2, 16)

dieses Wort ist nicht an die Heiden gerichtet, sondern an die Gemeinde. Gott ist ein verzehrendes Feuer, und er verzehrt nicht die Ungläubigen, sondern das, was in seinem Reich fehl am Platze ist.

Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Denke nun daran, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, so komme ich dir und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken, wenn du nicht Buße tust. (Offenbarung 2, 4-5)

Buße, Umkehr zur ersten Liebe erwartet Gott zuerst von uns, seiner Gemeinde, nicht von den Ungläubigen. Das will uns nicht in den Kopf, schon die Jünger zur Zeit Jesu kamen auf die glorreiche Idee, Feuer auf unbußfertige Städte und Menschen regnen zu lassen statt auf sich selbst. Er wandte sich aber um und schalt sie:

Wisst ihr nicht, welchen Geistes ihr seid? (Lukas 9, 55)

Wenn Gott seinen Geist, sein Feuer, ausgießt wie zu Pfingsten, dann keineswegs dazu, dass wir Euphorie empfinden, emotionale Befriedigung, Segen und Nervenkitzel. Er tut es nicht, um uns Gesprächsstoff zu liefern. Er gießt kein Feuer aus, damit wir eine Sensation zu bestaunen haben oder damit es noch kuscheliger in unserer heilen Wohlfühlgemeinschaft wird. Er hat nur ein Ziel: Dem Teufel unsterbliche Seelen zu entreißen. Dafür würde er sein Feuer wieder ausgießen, wie er es in der Vergangenheit getan hat, auch in Deutschland. Diese Absicht hat er wieder und wieder kundgetan durch Propheten und Apostel. Und die Gemeinde hat gejubelt: „Es gibt Erweckung! Hurra, das Feuer Gottes wird kommen und unser Land verändern! Der Herr wird die Verlorenen zu Tausenden und Abertausenden retten.“
Was wir nicht laut ausgesprochen haben: „Wenn Gottes Feuer unser Land verändert, sind wir fein raus. Wir brauchen weder Zeugen sein, noch gar Unbequemlichkeiten oder Schlimmeres in Kauf zu nehmen. Abertausende kommen in unsere gemütlichen Gemeinden und bringen ihr Geld mit, damit wir noch größere und schönere Gebäude bauen können, noch mehr christliche Fernsehprogramme finanzieren und noch mehr hauptamtliche Angestellte bezahlen können.“

Das Feuer Gottes wird kommen. Es wird aber da brennen, wo wir es nicht erwartet haben und wo wir es auch überhaupt nicht sehen wollen. Da wird in Flammen aufgehen, was wir für ein „Werk des Herrn“ gehalten haben, weil es nur noch trockenes Stroh ist, Spreu von einer Frucht, die einmal da gewesen ist. Die charismatische Bewegung ist genauso am Ende, abgeschnitten von der Lebensquelle Gottes, wie manch etablierte Kirche, manches große Werk mit segensreicher Vergangenheit.
Jesus hat sich nicht verändert, er ist immer noch derjenige, der von sich gesagt hat:

Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, Menschenseelen zu verderben, sondern zu retten. (Lukas 9, 56)

Er will auch die evangelikalen, charismatischen, katholischen, methodistischen und was noch für …istischen Seelen und Gemeinden nicht verderben. Aber es bleibt ihm gar nichts anderes mehr übrig, wenn wir, der Leib Jesu Christi, nicht zur Besinnung kommen. Er wird eine vollkommene und makellose Braut haben. Allemal. Und sie gewinnt bereits Gestalt, ignoriert, belächelt, verspottet oder einfach unbemerkt von der etablierten Christenheit.

Es gibt Einzelne und auch Gruppen, Gemeinden, Kirchen und Werke, die wach geworden sind oder wach werden. Nicht alle werden vom Feuer Gottes verbrannt, denn Gott handelt nie pauschal, sondern immer sehr individuell. Manche Gemeindeleitung wird nachdenken, nach Gründen für den Mitgliederschwund oder geistlichen Stillstand suchen und die Ursachen beseitigen. Andere werden nichts begreifen und sich die Augen reiben, wenn von ihrem „Werk für den Herrn“ nur verkohlte Leichen und verbrannte Erde übrig bleiben.
Zehn Jungfrauen gingen dem Bräutigam entgegen, alle geschmückt und ausgerüstet mit Lampen und Öl und voller Erwartung. Fünf von ihnen verstanden die Welt nicht mehr, als sie schließlich vor der verschlossenen Tür standen.

Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. So wacht nun! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde. (Matthäus 25, 12-13)

Die prophetischen Stimmen in Deutschland sind leiser geworden, zumindest ist das mein Eindruck. Mir gibt das zu denken. Zwar plappern noch viele Wohlgefälliges, aber vom Eifer und Zorn Gottes ist so gut wie nichts zu hören. Niemand braucht eine prophetische Gabe, um das nachzuerzählen, was die Bibel über Gottes Charakter und seine Liebe sagt. Dass er der Versorger ist, der gute Hirte, der liebevolle Tröster, der Barmherzige, dem jeder einzelne am Herzen liegt… um das zu verkünden, braucht man lediglich die Heilige Schrift zu lesen.
Wo sind die Stimmen geblieben, die tatsächlich aus dem Herzen Gottes in die Zeit und Situation hinein reden? Könnte es sein, dass sie gesagt haben, was zu sagen ihnen aufgetragen wurde – und damit hat es sich? Der Gott der Bibel ist langmütig, aber er redet nicht ohne Ende. Das zeigt die Geschichte in vielen Episoden. Er spricht, und es geschieht etwas. Er kündigt den Menschen etwas an, und sie reagieren oder nicht. Ja nachdem geht die Geschichte weiter. Denken wir an Jona, den „falschen“ Propheten in Ninive (siehe Kapitel 9), wissen wir, dass Gott redet, damit sich etwas ändert. Er hat einen Plan, hat Zeiten festgesetzt und ein Ende der Zeiten bestimmt. Dadurch, dass ihm und seinen Boten niemand zuhören will, wird er sich nicht irritieren lassen.

Verantwortlich für unser Leben sind wir selbst. Es ist meine Entscheidung, nicht die meines Pastors, wie meine Beziehung zum Herrn aussieht. Es ist deine Verantwortung, liebe Leserin und lieber Leser, ob du in Jesus bleibst und er in dir. Das wird am Ende der Zeiten zählen, und nicht der Mitgliedsausweis, den wir in der Tasche tragen oder auch nicht.

Zur Fortsetzung

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: