Wo steht denn das geschrieben?
Als ich vor mehr als 30 Jahren, Hippie unter Hippies, in Amsterdam lebte, gab es mehrere Anlaufstellen für kostenlose Mahlzeiten. Eine davon war der Hare-Krishna-Tempel, bei dem es eine Predigt aus der Bhagavat Gita und dann eine warme Mahlzeit gab, eine andere die Children of God, die ein Love-In betrieben. Dort erwarteten uns jeden Samstag belegte Brötchen, Tee und „flirty fishing“, wie der Vorgang intern genannt wurde. Im Klartext war das – wenn der Besucher oder die Besucherin es wünschte – nichts anderes als unentgeltliche Prostitution, um Menschen für die Gemeinschaft zu gewinnen. Junge Männer und Frauen, oft genug minderjährig, boten ihre Liebesdienste an.
Aus den Children of God, als Erweckungsbewegung in den USA entstanden, war unter der Leitung ihres Führers, der sich Mose David nannte, eine Sekte geworden, die Inzest innerhalb der „Familie Gottes“, wie sie sich selbst bezeichneten, genauso für richtig hielt wie das Menschenfischen mit dem Angelhaken Geschlechtsverkehr. Ich hatte lediglich Interesse an den Mahlzeiten und lehnte die erotischen Angebote ab, unterhielt mich jedoch gerne mit den Jugendlichen, die sich als Nachfolger Christi verstanden und das Evangelium, die Errettung durch Tod und Auerstehung Jesu, durchaus unverfälscht verkündeten.
So absonderlich es klingt: Die ersten Denkanstöße, dass Jesus mich nach wie vor liebte und erretten wollte, drangen im Love-In in Amsterdam zu meiner Seele durch. Durch eines der Mädchen dort erhielt ich darüber hinaus eine Prophetie, die sich als geistlich sauber erwies und später erfüllte.
Ich meine jedoch nicht, dass damit die Methoden der Children of God zu rechtfertigen wären.
Im menschlichen Miteinander einer Zivilisation muss es Regeln geben, und die Bibel gibt uns Verhaltensanweisungen für das Zusammenleben als Gläubige mit auf den Weg. Genauso nennt sie die Maßstäbe, an denen wir unseren Wandel in der Welt zu messen haben. Wir kennen diese biblischen Grundlagen sehr gut. Meinen wir. Weil wir es so gelernt haben.
Seit Jahrhunderten sind Kirchengesetze und Katechismen, Ablaufpläne für Messe und Gottesdienst, Jahreskalender für christliche Feste, Fastenzeiten und Hierarchien sowie ein Verhaltenskodex für Gläubige festgeschrieben, als seien sie Wort Gottes.
Für jeden nachprüfbar, der eine Bibel zur Verfügung hat, sieht die Wahrheit allerdings häufig ganz anders aus, als unsere Traditionen. Wenn ein Irrtum oft und lange wiederholt wird, kann er trotzdem nicht zur Wahrheit werden. Einige Beispiele:
- Christen feiern Weihnachten und Ostern, Pfingsten und Himmelfahrt, weil dies christliche Feste sind.
Falsch.
Es gibt keine neutestamentlichen Feste oder Feiern, mit Ausnahme des Abendmahls. Die ersten Christen gehörten zum Volk Israel, sie haben die traditionellen jüdischen Feiertage beachtet und geachtet, aber Paulus schrieb unzweideutig:
„Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn.“ (Römer 14, 5-6)
Wer also Weihnachten beachtet, sollte in seinem Sinn völlig überzeugt davon sein. Wer das Fest ausfallen lässt, macht auch nichts verkehrt. Weder das Feiern von „christlichen“ Festen ist falsch, noch das Nichtfeiern.
- Das Abendmahl muss durch einen geistlichen Amts- oder Würdenträger im Rahmen eines Gottesdienstes ausgeteilt werden.
Falsch.
Jesus hat das Mahl als Erinnerung selbst eingesetzt:
„Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“ (Lukas 22, 19-20)
Wir sollen zu seinem Gedächtnis das Brot brechen, den Kelch trinken. Die erste Gemeinde in Jerusalem tat dies, und zwar ohne goldenes Geschirr und Priester, zu Hause:
„Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens.“ (Apostelgeschichte 2, 46)
Weder das Austeilen des Abendmahls durch einen geistlichen Amtsinhaber ist falsch, noch das Austeilen durch einfache Gläubige. Es ist weder verkehrt, im Gottesdienst das Brot zu brechen, noch im Wohnzimmer.
- Es gibt ein für Christen obligatorisches Glaubensbekenntnis nach dem Muster „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen…“.
Falsch.
„Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.“ (Markus 16, 16)
Errettet ist, wer an Jesus Christus glaubt, den Sohn Gottes, den Messias. So einfach und unkompliziert ist es. Ob er etwas von der „heiligen christlichen Kirche“ versteht, oder nicht. Petrus antwortete auf die Frage, was zu tun sei:
„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden!“ (Apostelgeschichte 2, 38)
Kein Katechismus, kein apostolisches oder katholisches oder reformiertes Glaubensbekenntnis. Weder das Aufsagen eines Glaubensbekenntnisses ist falsch, noch die Unkenntnis eines solchen – gerettet ist man mit und ohne, wenn die wirklichen Voraussetzungen zutreffen.
- Mit der Taufe wird man Mitglied einer Kirche oder Gemeinde.
Falsch.
Wer gläubig geworden ist, wird sich taufen lassen, um dies zu bezeugen. Ob du dich nun von einem Pfarrer taufen lässt oder vom Schulfreund, ob im See oder in der Badewanne, weil der See gerade zugefroren ist… Du wirst dadurch weder Mitglied einer Kirche noch Mitglied der weltweiten Gemeinde Jesu; das bist du schon, seit du gläubig geworden bist. Du brauchst auch keinen Glaubenskurs besuchen oder eine monatelange Bewährungsphase absolvieren. In der Bibel kannst du lesen, dass Menschen, die gläubig wurden, sich sofort taufen ließen. Nicht Tage später, nicht Wochen später, oder gar nach Monaten der „Vorbereitung“. Die Bibel zeigt nur zwei Ausnahmen: Paulus wurde erst drei Tage nach der Begegnung mit Jesus getauft und der neben Jesus gekreuzigte Verbrecher gar nicht.
- Errettet ist man, wenn man ein „Übergabegebet“ gesprochen hat.
Falsch.
Wir finden keines in der Bibel. Dort ist vielmehr die Rede von Menschen, die gläubig geworden sind – ob das nun ein längerer Prozess oder eine spontane Entscheidung war, spielt keine Rolle. Andererseits ist ein „Übergabegebet“ nicht falsch; wer es mit ehrlichem Herzen gesprochen hat, ist zweifellos errettet. Doch genauso errettet ist derjenige, der langsam, vielleicht über Monate, erkannt hat, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der vom Vater gesandte Retter.
Man könnte fortsetzen, noch und noch. Es gibt keinen Katechismus in der Bibel, keine Bibelschulen, keine Seminare, keine Konfirmation, keine christlichen Altäre mit oder ohne Kruzifix. Die Bibel gibt für die genannten und zahlreiche weitere Regeln oder Lehren, einschließlich der Kirchensteuer oder des Zehnten, keine Grundlage her.
Nun heißt das nicht, dass solche Regeln und Grundsätze oder Gewohnheiten von vorne herein schlecht wären, nur weil sie biblisch nicht zu begründen sind. Manches hat sich bewährt. Eine Kirche als Organisation braucht Regeln, wie ein Staat Gesetze braucht. Es muss Geld in die Kasse kommen, da Gebäude unterhalten, Mitarbeiter bezahlt werden müssen. Jemand muss für bestimmte Bereiche verantwortlich, jemand muss für bestimmte Dinge zuständig sein. Die Bibel verbietet an keiner Stelle, dass es organisierte Gemeindestrukturen gibt. Vielmehr lesen wir eine Menge über geistliche Ämter und Aufgaben, Älteste, die einer Versammlung vorstehen, Apostel, Hirten… Wir lesen auch über Diakone, die sich um die praktischen Dinge kümmern, zum Beispiel, dass niemand beim Essen übersehen oder bevorzugt wird. Vor allem Paulus schreibt in seinen Briefen eine ganze Menge solcher Anweisungen. Allerdings gehören diese meist, wie Paulus häufig betont, nicht in die Kategorie „gut oder böse“, sondern sie sind Ratschläge, um Konflikte zu schlichten oder Gefahren von vorne herein zu umgehen. Um noch ein Wort zum Geld zu sagen: Paulus forderte die Korinther vehement heraus, für die notleidende Gemeinde in Jerusalem zu spenden. Ich glaube fest daran, dass er gut und richtig ist, dem Herrn vom materiellen Einkommen zurückzugeben. Meine persönliche Erfahrung: je mehr ich gebe, desto mehr Segen fließt mir zu. Aber ich tue das aus eigenem Entschluss und aus Liebe zu meinem Gott, nicht aus Pflichterfüllung einem Gesetz gegenüber.
Es ist nicht verkehrt, wenn Menschen bei einer evangelistischen Veranstaltung oder nach einem Gottesdienst aus den Sitzreihen nach vorne treten, um so zu dokumentieren, dass sie gläubig geworden sind. Aber dieser Gang zur Kanzel oder Bühne ist weder eine Garantie für die Errettung noch eine Voraussetzung. Genauso wenig wie das Einhalten von Kirchenregeln oder Gemeindesatzungen. Diese sollen das Zusammenleben in der Gemeinschaft erleichtern – aber sie sind kein Wort Gottes. Niemand, der in das Reich Gottes hineinkommt, wird damit Teil einer Organisation, so fromm und tadellos sie auch sein mag.
An dieser Stelle setzen die Hauskirchen und Hausgemeinden an, die in unserer Zeit vermehrt entstehen: Christen treffen sich mit anderen Gläubigen und Ungläubigen zum Austausch über Gott und die Welt, zum Brechen des Brotes, zum Lesen und Diskutieren der Bibel und zum gemeinsamen Gebet. Fertig ist die Hauskirche. Keine Gebäude, keine Organisation, keine Statuten, keine Vorgesetzten und Untergebenen. Keine Aufsicht durch geistliche Amtsinhaber oder Gemeindeleitungen, sondern eine überschaubare Gruppe von gleichwertigen und gleichgestellten Christen. In diesem Kreis zeigt sich, wer eine besondere Begabung zur Predigt aus der Heiligen Schrift hat, wer besonders als Tröster oder Helfer in Notlagen den anderen dienen kann, welche Gaben der Herr wem anvertraut. Die Christen lernen, damit umzugehen. Sie machen Fehler, es gibt Probleme, man schaut in die Bibel oder fragt andere Gruppen und findet Korrektur und Lösungen. Gemeinsam. Einfach so, ohne Pfarrer, ohne Dienstgruppenleiter. Gelegentlich kommt man mit anderen Hauskirchen zu größeren Veranstaltungen zusammen, beteiligt sich an Aktionen von Gemeinden und Kirchen oder lädt andere ein, sich eigenen Aktivitäten anzuschließen.
Alles ist so, wie wir es im Neuen Testament vorfinden. Keine Kirchengebäude mit Glockengeläut, keine Gemeindesatzungen, keine Mitgliedsbeiträge und goldenen Abendmahlskelche. So weit, so gut, könnte man meinen.
Wer aber verhindert, dass Entwicklungen stattfinden, wie bei den eingangs erwähnten Children of God? Was ist mit der Qualität der geistlichen Speise, die gereicht wird? Wo sind die Väter, die Mütter im Glauben? Wo sind die Apostel, die einen Überblick haben und auf mögliche Irrungen und Wirrungen hinweisen? Wo sind die Hirten, die bemerken, dass ein Schaf verletzt ist, womöglich eines fehlt? Kann eine Hausgemeinde oder Hauskirche eigentlich überhaupt ausreichend ausgerüstet sein?
„Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens als Apostel, zweitens andere als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunder-Kräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen. Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle Wunder-Kräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Legen alle aus?“ (1. Korinther 12, 28-30)
Paulus schrieb diese Sätze in einem Zusammenhang, der oft genug nicht beachtet wird. Er hätte sie durchaus an die Children of God der Hippiezeit richten können. Der Brief an die Christen in Korinth spricht in eine sehr konkrete Situation hinein: Es herrschte kein Mangel an Gnadengaben (1, 7), während die Gläubigen noch sehr ungefestigt waren (1, 8). Es gab Streit und Spaltungen (1, 10-11), die einen hingen Paulus an, die anderen Apollos, wieder andere Petrus (1, 12). Manch einer war auf Einfluss und Macht versessen (1, 26). Die Christen waren nicht im Glauben gewachsen; sie hätten längst feste Speise zu sich nehmen sollen, statt noch Babymilch zu benötigen (3, 2). Es gab Inzest unter den Gläubigen (5, 1), auch Götzendienst, Räuberei und Alkoholismus waren in der Gemeinde zu finden (5, 11). Offenbar waren auch außereheliche Eskapaden aufgrund eines mangelhaften Sexlebens in der Ehe nichts Ungewöhnliches, denn Paulus musste ausdrücklich daran erinnern, dass die Eheleute das Ehebett nicht nur zum Schlafen, sondern auch zum Sex benutzen sollten (7, 5). Die Aufzählung ließe sich fortsetzen, aber vielleicht genügt dies, um festzustellen: Diese Gemeinde konnte als Vorbild kaum taugen. Diesen Christen schrieb Paulus, um den chaotischen Haufen daran zu erinnern, dass die Gemeinde der Leib Jesu Christi und der eigene Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist. Er gab ihnen Regeln für die Zusammenkünfte und das Verhalten im Alltag.
Diese Regeln sind richtig und gut. Weder Inzest noch Raub haben in der Gemeinde etwas zu suchen, und es ist auch nach wie vor keine gute Idee, im Gottesdienst ausschließlich in Zungen zu reden. Nach wie vor brauchen wir erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, sodann Wunder-Kräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen. Ich habe einige dieser Dienste in den vorherigen Kapiteln genauer vorgestellt, weil ich meine, dass ihre Bedeutung in unserer Zeit zunimmt. Wenn eine Hausgemeinde Mangel an diesen Diensten hat, geht es ihr nicht besser als einer großen Kirche, der sie nicht zur Verfügung stehen. Und das führt zu Irrungen und Wirrungen am laufenden Band.
Ich meine, dass diese Dienste nicht mehr an eine Organisation, Kirche, Gemeinde oder ein Werk gebunden werden dürfen – und sich nicht mehr binden lassen werden.
Ich kenne Menschen mit apostolischer Salbung, die ganz bewusst kein Mitglied einer bestimmten Organisation im Leib Christi sind. Ich kenne andere mit der gleichen Salbung, die einer lokalen Kirche angehören – allerdings ihre Tätigkeit nicht auf diese beschränken. Ich kenne Hirten, die sich liebevoll um Schafe kümmern, deren Mitgliedsausweis eine Konfession nennt, der die Hirten selbst nicht angehören. Geistliche Lehrer stellen häufiger ihre Lehre unabhängig von irgendwelchen Zugehörigkeiten dem gesamten Leib Christi zur Verfügung. Propheten sprechen vermehrt Situationen und Regionen an, anstatt sich auf die eigene Heimatgemeinde zu beschränken. Leiter fangen an, über den geistlichen Tellerrand hinaus zu blicken. Sprachengebet und Zungenrede finden bei Menschen statt, deren kirchliche Organisation lehrt, dass es diese nicht mehr gebe.
Ich verstehe das als Wirken des Herrn, um seine Gemeinde vorzubereiten. Was jahrzehnte- und jahrhundertelang fest stand, fängt an zu bröckeln. Während manche Leiter noch darauf bauen, ihre Organisation könne keinen Schaden nehmen, weil sie ja das „Werk des Herrn“ sei, werden die einzelnen Gläubigen längst vom Geist Gottes auf die Zeit vorbereitet, in der zusammengebrochen sein wird, was unzerbrechlich schien. Segensreiches Wirken über Jahrzehnte ist keine Garantie dafür, dass es so weitergeht.
Unser einziger Halt, der nicht erschüttert wird, ist der Herr der Gemeinde selbst, sein Wort. Ein „gesalbter Gottesmann“ kann dir Orientierung geben, Impulse Gottes, kann Sprachrohr des Herrn sein, kann dir mit Vollmacht dienen; aber verlass dich nicht darauf, dass er nicht irren oder fallen kann. Möge der Herr seine Diener an der vordersten Front davor bewahren – aber ausgeschlossen ist es nicht, wir kennen vermutlich alle solche Beispiele.
Es kommt eine Zeit, in der für viele von uns keine Möglichkeit zum Zusammensein mit anderen Gläubigen besteht, als das heimische Wohnzimmer oder das Picknick am See. Gemeinden und Werke, Kirchen und Organisationen werden jetzt erschüttert, und manches, was längst unsichtbare Risse im Fundament hat, bricht zusammen. Erschrocken wird mancher rufen: „Wie konnte das denn geschehen?“
Die Gemeinde, die Jesus bei seiner Wiederkunft vorfindet, sieht anders aus als die heutige Christenheit. Wir sollten uns nicht wundern, wenn er jetzt dafür sorgt, dass sie gereinigt und geläutert wird. Befreit wird von menschlichen Ketten und Fesseln. Niemand sollte erschrecken, wenn jetzt aufgedeckt wird, was verborgen war. Und jeder von uns sollte sich täglich versichern, dass wir nicht selbst etwas verschleiern, was niemand sehen und wissen darf…
Die Children of God hätten von einer Jugenderweckung zu einer tragfähigen Säule im Reich Gottes werden können, wenn ihr Leiter Einsicht gewonnen hätte. Ich weiß nicht, ob irgend jemand damals sich um Mose David gekümmert hat. Ich habe aber Anhänger der Gruppe kennen gelernt, die den Weg heraus gefunden haben, weil andere Christen ihnen geduldig und liebevoll, und dennoch ohne Kompromisse der Wahrheit gegenüber – so wie Paulus im Brief an die Korinther – Irrwege und Sackgassen gezeigt haben. Auch bei uns, den Jesus-People in Berlin, gab es damals nach meiner Bekehrung Entwicklungen, die nicht gut waren. Wir hatten jedoch Menschen, die uns väterlich und liebvoll korrigierten, uns nicht verdammten, sondern unseren fehlgeleiteten Eifer für den Herrn in die richtigen Bahnen lenken halfen.
Ob du nun einer Hausgemeinde oder einer großen Kirche angehörst, irgendwo Mitglied bist oder nicht: Ich rate dir, immer ein offenes Ohr zu behalten und nur das für unumstößlich zu halten, was du in der Bibel findest. Dazu musst du sie natürlich lesen, und wie ich nicht müde werde zu betonen, im Zusammenhang. In der Bibel steht der Satz: „Es ist kein Gott.“ (Psalm 53, 2) Nimm ihn aus seinem Zusammenhang heraus, und du hast ein wunderbares biblisches Fundament für deine neue Irrlehre. Darum mein Rat: Schau nicht zwei oder drei Sätze an, sondern interessiere dich dafür, zu wem in welcher Situation etwas gesagt oder geschrieben wurde. Du hast keine verlässlichere Grundlage für dein Christsein als die Heilige Schrift.
Alles andere, von wem auch immer, meine Zeilen eingeschlossen, muss sich an ihrem Maßstab messen lassen. Was immer uns jemand als Gottes Gebot oder biblische Grundlage verkündet, wir dürfen jederzeit und sollten viel mehr als bisher fragen: Wo steht denn das geschrieben? Und steht es da wirklich geschrieben?
Im nächsten Kapitel werde ich sehr unausgewogen schreiben, einseitig und auf jeden Fall ernüchternd für manche Leser, die damit rechnen, dass morgen eine Erweckung ausbricht. Es bricht keine Erweckung aus. Erst wenn aufgedeckt und falls dann entfernt wurde, was im Verborgenen modert und schimmelt, kann der Herr sein Feuer freigeben, das so lange schon versprochen wurde. Die zahlreichen Propheten haben sich keineswegs geirrt. Noch stehen wir allerdings selbst einem geistlichen Durchbruch im Weg, der Himmel ist und bleibt willentlich verschlossen über unserem Land.
Hallo, mich würde der Kontakt zu Leuten interessieren, die früher mal bei ISKCON waren (Hare Krsna) und sich dann für Jesus Christus entschieden haben (ich tat dies 1977 in Ostberlin und Polen).
Yishu Nasri Nath ki Jai „Victory to Jesus Lord of Nazareth“ is the password of this secret Brotherhood of Christians in India.
Hallo, mich würde der Kontakt zu Leuten interessieren, die früher mal bei ISKCON waren (Hare Krsna) und sich dann für Jesus Christus entschieden haben (ich tat dies 1977 in Ostberlin und Polen).
Yishu Nasri Nath ki Jai “Victory to Jesus Lord of Nazareth” is the password of this secret Brotherhood of Christians in India.